03.11.2026
Erste Hilfe im Jugendstrafrecht
119,00 € zzgl. MwSt.
Die Online-Fortbildung „Erste Hilfe im Jugendstrafrecht“ vermittelt fundierte und praxisorientierte Kenntnisse zu Grundlagen, Ablauf und Besonderheiten des Jugendstrafverfahrens. Behandelt werden die einzelnen Verfahrensabschnitte von polizeilichen Ermittlungen über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft bis hin zur gerichtlichen Hauptverhandlung und möglichen Rechtsmitteln. Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit Vorladungen, Anklageschriften, gerichtlichen Ladungen und relevanten Fristen sowie die Unterstützung junger Beschuldigter in den jeweiligen Verfahrensphasen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Rechten Jugendlicher im Kontakt mit Polizei und Justiz. Erläutert wurden insbesondere das Aussageverweigerungsrecht, der Umgang mit polizeilichen Vorladungen sowie die Bedeutung einer frühzeitigen strafrechtlichen Beratung und Akteneinsicht. Darüber hinaus wurden Aufgaben, Arbeitsweise und Vertrauensschutz der Strafverteidigung dargestellt, einschließlich der Entwicklung einer Verteidigungsstrategie, der Vorbereitung auf gerichtliche Termine, der Begleitung während einer Untersuchungshaft sowie der Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Pflichtverteidigung.
Die Fortbildung erläuterte zudem den Ablauf einer jugendstrafrechtlichen Hauptverhandlung. Thematisiert wurden die beteiligten Akteurinnen und Akteure, die einzelnen Verfahrensschritte sowie Möglichkeiten, junge Menschen auf persönliche Angaben, Aussagen zur Sache und das letzte Wort vorzubereiten. Hervorgehoben wurde auch die Bedeutung einer stabilisierenden Entwicklung vor einem Gerichtstermin, etwa durch Schulbesuch, Ausbildung, Beschäftigung, Beratungsangebote oder soziale Trainingsmaßnahmen.
Weitere Inhalte umfassten die Rechte und Pflichten von Zeuginnen und Zeugen, die Schweigepflicht in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern sowie deren rechtliche Grenzen. Ergänzend wurden praxisrelevante Situationen wie Durchsuchungen in Wohngruppen, der Umgang mit sichergestellten Mobiltelefonen und Zugangsdaten, Festnahmen, Haftbefehle und Untersuchungshaft behandelt. Abschließend wurden Möglichkeiten der Haftvermeidung sowie die Bedeutung einer abgestimmten Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe im Strafverfahren, Einrichtungen der Jugendhilfe und Strafverteidigung aufgezeigt.
PDF zum Download: erste_hilfe_jugendstrafrecht
Erste Hilfe im Jugendstrafrecht
Jugendliche sicher durch das Strafverfahren begleiten
Das Thema
Wenn Jugendliche mit dem Gesetz in Konflikt geraten, sind Sie oft die erste Anlaufstelle und stehen plötzlich, nicht selten unter Zeitdruck, vor komplexen juristischen Fragen. Dieser Vortrag vermittelt Ihnen das nötige Handwerkszeug, um in jeder Phase souverän und rechtssicher zu agieren. In hochdynamischen Situationen wie Durchsuchungen oder Festnahmen ebenso wie in Momenten, in denen Jugendliche mit behördlichen Schreiben bei Ihnen Rat suchen.
Der Vortrag bietet einen praxisnahen Einblick in das Jugendstrafverfahren und erklärt den Weg von der ersten Polizeikontrolle bis hin zur Hauptverhandlung und darüber hinaus. Dabei werden alle wichtigen Stationen des Strafverfahrens verständlich beleuchtet. Im Fokus stehen die Rechte der Betroffenen sowie das besondere Vertrauensverhältnis zur Verteidigung und zu Ihnen als täglichen Begleitern der Jugendlichen. Sie lernen konkrete Verhaltensregeln („Dos and Don'ts“) kennen, um die Jugendlichen zu unterstützen, bestmögliche Ergebnisse im Verfahren zu erzielen.
Ebenfalls abgedeckt ist die Frage, an welchen Stellen Ihre sozialpädagogische Arbeit im Gerichtsverfahren eine entscheidende Rolle spielen kann und welchen Rechten und Pflichten Sie in Ihrer Funktion unterliegen.
Ziel des Vortrags ist es, ein tiefes Verständnis für die Besonderheiten des Jugendstrafrechts zu entwickeln, damit Sie am Ende einen vollständigen Werkzeugkasten an der Hand haben, der Ihnen und damit den Jugendlichen die nötige Sicherheit im Umgang mit strafrechtlichen Belangen gibt.
Zielgruppe
Mitarbeitende in Jugendämtern, Mitarbeitende bei Trägern der freien Jugendhilfe, Mitarbeitende im ASD, Mitarbeitende in der wirtschaftlichen Jugendhilfe, Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger, Verfahrenslotsinnen und Verfahrenslotsen, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger
Referentin
Rechtsanwältin Cindy Hermelink, Kanzlei Hermelink

Termin
03.11.2026, 09.00 bis 11.00 Uhr (90 Vortrag + Zeit für Fragen)
Ort
Live-Webinar
Kosten
119 € pro Person zzgl. Umsatzsteuer
Technische Voraussetzungen
PC, Laptop oder Tablet (Handy wird nicht empfohlen.); Internetbrowser (möglichst Chrome)
Unsere Leistungen
Die Online-Fortbildung „Erste Hilfe im Jugendstrafrecht“ vermittelt fundierte und praxisorientierte Kenntnisse zu Grundlagen, Ablauf und Besonderheiten des Jugendstrafverfahrens. Behandelt werden die einzelnen Verfahrensabschnitte von polizeilichen Ermittlungen über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft bis hin zur gerichtlichen Hauptverhandlung und möglichen Rechtsmitteln. Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit Vorladungen, Anklageschriften, gerichtlichen Ladungen und relevanten Fristen sowie die Unterstützung junger Beschuldigter in den jeweiligen Verfahrensphasen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Rechten Jugendlicher im Kontakt mit Polizei und Justiz. Erläutert wurden insbesondere das Aussageverweigerungsrecht, der Umgang mit polizeilichen Vorladungen sowie die Bedeutung einer frühzeitigen strafrechtlichen Beratung und Akteneinsicht. Darüber hinaus wurden Aufgaben, Arbeitsweise und Vertrauensschutz der Strafverteidigung dargestellt, einschließlich der Entwicklung einer Verteidigungsstrategie, der Vorbereitung auf gerichtliche Termine, der Begleitung während einer Untersuchungshaft sowie der Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Pflichtverteidigung.
Die Fortbildung erläuterte zudem den Ablauf einer jugendstrafrechtlichen Hauptverhandlung. Thematisiert wurden die beteiligten Akteurinnen und Akteure, die einzelnen Verfahrensschritte sowie Möglichkeiten, junge Menschen auf persönliche Angaben, Aussagen zur Sache und das letzte Wort vorzubereiten. Hervorgehoben wurde auch die Bedeutung einer stabilisierenden Entwicklung vor einem Gerichtstermin, etwa durch Schulbesuch, Ausbildung, Beschäftigung, Beratungsangebote oder soziale Trainingsmaßnahmen.
Weitere Inhalte umfassten die Rechte und Pflichten von Zeuginnen und Zeugen, die Schweigepflicht in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern sowie deren rechtliche Grenzen. Ergänzend wurden praxisrelevante Situationen wie Durchsuchungen in Wohngruppen, der Umgang mit sichergestellten Mobiltelefonen und Zugangsdaten, Festnahmen, Haftbefehle und Untersuchungshaft behandelt. Abschließend wurden Möglichkeiten der Haftvermeidung sowie die Bedeutung einer abgestimmten Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe im Strafverfahren, Einrichtungen der Jugendhilfe und Strafverteidigung aufgezeigt.


