Datum ausstehend
Kinderschutz zwischen Verfahren und fundierter Intuition
119,00 € zzgl. MwSt.
Das Webinar vermittelt den Teilnehmenden den Schutzauftrag nach §8a SGB VIII als fachliche Haltung, die bereits vor dem formalen Verfahren beginnt. Ausgehend von der Frage, was Kinderschutz im Alltag schwer macht, wird herausgearbeitet, warum Wahrnehmung die Voraussetzung jedes Schutzhandelns ist und welche Aspekte das Verfahren allein nicht abdeckt.
Im Anschluss wird der Ablauf nach §8a SGB VIII in sechs Schritten dargestellt, von der Wahrnehmung gewichtiger Anhaltspunkte über die kollegiale Risikoeinschätzung und das Herstellen von Schutz bis zum Hinwirken auf Hilfen, der Mitteilung an das Jugendamt und der Inobhutnahme nach §42 SGB VIII. Die Teilnehmenden setzen sich damit auseinander, was gewichtige Anhaltspunkte von Hörensagen, Vermutungen und Individualinterpretationen unterscheidet.
Einen Schwerpunkt bildet das Konzept der fundierten Intuition. Die Teilnehmenden lernen, Bauchgefühl als verdichtete Erfahrung und Frühwarnsystem einzuordnen, es im Team zu prüfen und zu dokumentieren und klar von einem Entscheidungsersatz abzugrenzen. Anhand von drei Leitfragen wird das Entscheiden unter Unsicherheit zwischen den Risiken eines zu frühen und eines zu späten Handelns reflektiert.
Abschließend wird die Beteiligung von Kind, Eltern und Team als eigenständiges Schutzelement betrachtet und erarbeitet, welche Teamkultur Kinderschutz trägt. Impulse im Chat und Reflexionsfragen sichern den Transfer in die eigene Praxis.
PDF zum Download: ausschreibung_kinderschutz_zwischen_verfahren_und_fundierter_intuition
Kinderschutz zwischen Verfahren und fundierter Intuition
Ein Webinar zum §8a SGB VIII für die Praxis
Das Thema
Das Verfahren nach §8a SGB VIII gibt Sicherheit und schützt vor Willkür. Es beginnt aber erst dort, wo jemand bereits hingesehen hat. Kinderschutz startet in der Wahrnehmung, oft lange bevor gewichtige Anhaltspunkte belegbar sind.
In diesem Webinar verbindet Andreas Ramacher das Verfahren mit der sogenannten fundierten Intuition. Gemeint ist Bauchgefühl als verdichtete Erfahrung, das im Team geprüft, geteilt und dokumentiert wird. Sie erhalten Orientierung für Entscheidungen unter Unsicherheit, drei tragfähige Leitfragen für Ihre eigene Einschätzung und Impulse, wie Ihr Team zu dem Ort wird, an dem niemand mit einer Sorge allein bleibt. Wir verstehen das Webinar ausdrücklich nicht als Verfahrensschulung, sondern als Haltungsfrage mit dem Verfahren als Grundlage.
Zielgruppe
Fachkräfte aus der Praxis der stationären Jugendhilfe, der allgemeinen Jugendhilfe und des Jugendamts.
Referent

Andreas Ramacher („Der Andy“), über 40 Jahre Erfahrung im sozialen Bereich und in der Jugendhilfe. Sein Leitmotto lautet „Mögen · Begleiten · Stärken“.
Termin
Datum ausstehend
Ort
Live-Webinar
Kosten
119,- € pro Person zzgl. Umsatzsteuer
Technische Voraussetzungen
PC, Laptop oder Tablet (Handy wird nicht empfohlen.); Internetbrowser (möglichst Chrome)
Unsere Leistungen
Das Webinar vermittelt den Teilnehmenden den Schutzauftrag nach §8a SGB VIII als fachliche Haltung, die bereits vor dem formalen Verfahren beginnt. Ausgehend von der Frage, was Kinderschutz im Alltag schwer macht, wird herausgearbeitet, warum Wahrnehmung die Voraussetzung jedes Schutzhandelns ist und welche Aspekte das Verfahren allein nicht abdeckt.
Im Anschluss wird der Ablauf nach §8a SGB VIII in sechs Schritten dargestellt, von der Wahrnehmung gewichtiger Anhaltspunkte über die kollegiale Risikoeinschätzung und das Herstellen von Schutz bis zum Hinwirken auf Hilfen, der Mitteilung an das Jugendamt und der Inobhutnahme nach §42 SGB VIII. Die Teilnehmenden setzen sich damit auseinander, was gewichtige Anhaltspunkte von Hörensagen, Vermutungen und Individualinterpretationen unterscheidet.
Einen Schwerpunkt bildet das Konzept der fundierten Intuition. Die Teilnehmenden lernen, Bauchgefühl als verdichtete Erfahrung und Frühwarnsystem einzuordnen, es im Team zu prüfen und zu dokumentieren und klar von einem Entscheidungsersatz abzugrenzen. Anhand von drei Leitfragen wird das Entscheiden unter Unsicherheit zwischen den Risiken eines zu frühen und eines zu späten Handelns reflektiert.
Abschließend wird die Beteiligung von Kind, Eltern und Team als eigenständiges Schutzelement betrachtet und erarbeitet, welche Teamkultur Kinderschutz trägt. Impulse im Chat und Reflexionsfragen sichern den Transfer in die eigene Praxis.

